Schalmeinenkapelle Cösitz

Kapellenfahrt nach Freyburg 2011

Geschrieben von Sebastian Booch

Die Kapellenfahrt 2011 sollte uns nach 3-jähriger Pause in das wunderschöne Saale-Unstruttal führen. Die Fahrt begann wie gewohnt mit einem leckeren Gläschen Sekt am Freitagmorgen in Priesdorf.

Nach einer ca. 2-stündigen Busfahrt erreichten wir bei bestem Wetter und super Stimmung die schöne Stadt Naumburg an der Saale. Unser erster gemeinsamer Stopp führte uns zur Rotkäppchen Sektkellerei. Schon auf der Hinfahrt im Bus sorgten Tony als „rasender Reporter“ und Tom als begabter Kammeramann an seiner Seite für allgemeine Belustigung. Nur unsere Rotkäppchen-Führerin war anfangs etwas irritiert von unserem 2-Gespann. Stieg dann aber relativ schnell auf die Beiden ein und ließ sich den einen oder anderen Gag auf deren Kosten nicht nehmen. Nach einer sehr interessanten Führung durch die alten Kellergewölbe der Kellerei und das eine oder andere Gläschen Sekt, kamen am Ende der Führung das erste Mal unsere Instrumente zum Einsatz. Beim musikalischen Spielen auf dem Rotkäppchen-Parkplatz zu Ehren unserer hoch motivierten Führerin und einer gerade angekommenen Reisegruppe, gab es dann noch diverse Gläschen Sekt auf Kosten des Hauses.

Im Anschluss machten wir uns dann gemeinsam zu Fuß auf, ein leckeres Mittagessen einzunehmen. In einem kleinen aber sehr feinen Restaurant wurden wir schon mit großer Vorfreude erwartet. Nach einem sehr leckeren Essen und diversen Bierchen, verwandelte sich spontan das Restaurant zum Tanzlokal. Kurzerhand wurden die Tische zur Seite geschoben und die gebildete Tanzfläche von uns gestürmt. Der komplett überraschte Wirt entpuppte sich schnell als verborgenes Discjockey-Talent. Mit dem festen Versprechen auf jeden Fall noch einmal wieder zu kommen, verabschiedeten wir uns nach einigen Stunden Richtung Jugendherberge.

Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, ließen wir den Abend bei einem zünftigen Grillfest gemeinsam ausklingen. Die jung gebliebenen unter uns ließen es sich jedoch nicht nehmen schon einmal per Taxi in das wenige Kilometer entfernte Freyburg zu fahren um das dort stattfindende Weinfest ein erstes mal unter die Lupe zu nehmen und den diesjährigen Federweißer zu verkosten.

Nach einer für den Einen oder Anderen kurze Nacht und einem herzhaftem Frühstück machten wir uns dann mit unseren Instrumenten auf das Weinfest zu erobern.

Kaum in Freyburg angekommen, war es das erste „Must have“ sich einen Weinbecher mit dazu gehöriger Umhängetasche zu besorgen. Bei überragendem Wetter zogen wir dann mit klingendem Spiel von Weinstand zu Weinstand, um dort unsere Becher jedes Mal für 1 Euro füllen zu lassen. Aber auch auf dem Einen oder Anderen Hinterhof eines privaten Weinbauern waren wir gern gesehene Gäste. Es versteht sich natürlich von selbst, dass wir die unterschiedlichen frischen Federweißer und Weine einer fachmännischen Verkostung unterzogen. Auf unser musikalisches Spiel aufmerksam geworden, erhielten wir vom örtlichen Bahnhofspersonal eine Einladung eine Dampflokomotive samt Zug auf ihrer Fahrt in den Ruhestand die letzte Ehre zu erweisen. Am Bahnhof angekommen erklommen direkt Mutige von uns das Führerhaus der beeindruckenden Dampflok. Unter den Klängen von „Zum Städtele hinaus“ dampfte der Koloss und begeisterte Gesichter aus den Waggons an uns dann vorüber. Erschöpft nach etlichen Stunden und unzähligen gefüllten Weinbechern, traten wir am späten Nachmittag unsere Rückreise in die Jugendherberge an.

Im Anschluss trafen wir uns dann, mehr oder weniger wieder zu Kräften gekommen, in einem äußerst netten Biergarten zum Abendessen. Den Abend ließ dann jeder für sich und seiner persönlichen Kondition ausklingen. Die Einen zog es zurück in die Herberge auf ein kühles Absackerbier, die Anderen erkundeten ein bisschen das Naumburger Nachtleben und die ganz Harten zogen noch einmal Richtung Weinfest.

Wieder erwacht und mit der traurigen Erkenntnis das der letzte und damit Rückreisetag angebrochen war, stärkten wir uns erstmal wie gewohnt mit einem herzhaften Frühstück.

Auch am letzten Tag wurden wir wieder vom Wettergott verwöhnt. Um den Vormittag sinnvoll zu nutzen beschlossen wir nach den Freyburgern jetzt auch den Naumburgern unser musikalisches Können zu zeigen. Unter lautem Schalmeiklängen zogen wir durch die noch etwas verschlafene Altstadt von Naumburg. Neben vielen erstaunten und begeisterten Blicken ernteten wir viel Applaus aus den umliegenden Cafés und Restaurants. Natürlich wurden auch etliche CD´s an den Mann oder die Frau gebracht und unser Hütchen gut gefüttert.

Zum gemeinsamen Abschluss fanden wir uns noch einmal in den von uns liebgewonnenen Biergarten vom Vorabend zum Mittagessen ein.

Am frühem Nachmittag traten wir dann gestärkt und mit vielen tollen Eindrücken und Erinnerungen den Heimweg an.

Kurzum könnte man dieses Wochenende als „sensationell“ bezeichnen, das wohl neben „Federweißen“ am häufigsten gefallene Wort dieses Wochenendes.

Wobei noch zu Erwähnen wäre das das Wort Federweißer sich im laufe des Wochenendes stark verändert hatte. Hieß es am Freitag bei einer Bestellung noch „4 Federweißer bitte“ wandelte sich diese Bestellung im laufe der Tage zu „4 Pfefferweißer bitte“ bis hin zu „4 Pfefferweizen bitte“. Dank an die Prosigker-Wortakrobaten!!!

Somit schließen wir den Bericht zur Kapellenfahrt 2011 mit den Worten „Die Pfefferweizen waren sensationell“.

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